Emotionale Warnung Blog & verlinkte Seiten sind mit ein bisschen Glück politisch unkorrekt, und enthalten so Gott will Blasphemie, Pornografie, Fiktionale Gewalt (physisch & psychisch), Diskriminierung & Demütigung, Sodomie, Nekrophelie, Paraphilie, Autonepiophilie, Fremdenfeindlichkeit, Femizid etc. pp.
 

29. März 2009

Körperverletzung

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…ist das nicht ein schauriger Anblick? Ich mag Flickr, und ich mag Kinder.

Doch bei diesem Exemplar hat der liebe Gott doch allerdings wohl etwas zu viel Zielwasser gesüppelt. Es sei ihm verziehen…ist ja schließlich auch bloß ein Mensch.

Aber das hässliche Würstchen kann einem schon den Glauben nehmen….an schöne Fotos.

VON COWBOYS, GÖTTERN UND UNMENSCHEN (jetzt auf WordPress)

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27. März 2009

Sneak Preview

NE OBLIVISCARIS

Lies den ersten Entwurf meiner Geschichte “NE OBLIVISCARIS” (Arbeitstitel: “Tot und lebendig”)

HANDLUNG: Ein Professor für forensische Psychologie mit schottischen Wurzeln will vor seinem Ruhestand noch ein Buch über das Wesen des Bösen schreiben. Will aber als persönliche Herausforderung auch einen völlig neuen Fall mit in das Buch aufnehmen.

Er trifft sich also in einer kleinen mexikanischen Cantina mit seinem alten Freund und Kollegen Dr. Sonofabic (is klar? Son-of-a-bitch). In der gleißenden Hitze der Mittagssonne sieht er dann seinen alten Gefährten und Vertrauten die staubige Straße zur Cantina hoch schnaufen. Ein stark adipöser Zigeuner mit Backenbart und dem Mut zu neurologischer Forschung mit Mitteln, die ihm niemals fragwürdig genug sein können.

Nachdem sie durch Hinweise und Geschehnisse dem scheinbar personifizierten Bösen immer näher zu rücken scheinen, wechselt die Perspektive in die des vermeidlich Bösen. Bloß ein paar Tage aus dem Leben des Unheilvollen. Ein bisschen Schulden eintreiben. Hier und da ein Freund, der im Scheinwerferlicht seines alten Mercurys am Rande einer schicksalhaften Straße verscharrt werden soll. Dann aber doch kurzerhand in Onkel Porkys alten Schrottpresse entsorgt wird. „Der Teufel soll mich holen, wenn ich wegen Dir ins Schwitzen komme, alter Freund.“

Aber ist das alles böse? Oder nicht doch bloß ein ganz normaler Tag? Zum Teufel! Wer weiß das schon?

25. März 2009

Flatterhaft

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Wie strömende Fliegen surren Worte aus Euren nebeligen Gesichtern. Wie schwärmende Insekten, harmlos wie nervend. Schreiendes Summen hüllt mich in Schweigen und verschluckt die Zeit. Meine Zeit nämlich. Denn die Eure fliegt dahin, vogelfrei in Euren schamlosen Worten nicht enden wollenden Lärms. Ström, schwärm, summ! Ihr ersprecht mich! Ihr Fliegenfabriken! Ach wäre ich doch auch so frei! Dann flöge ich davon. Den Fliegen, Euch, der Zeit, mir. Natürlich müsste ich aufpassen, dass mich die Wolke Eurer erdrückenden Harmlosigkeiten nicht mitreißt. Wäre das erst einmal geschafft, dann flöge ich so schnell und so weit mich meine Worte nur tragen. Irgendwo würde ich mich dann auf einer Blume niederlassen. Vielleicht neben einem Schmetterling. Fast wie eine Fliege mit prächtigen Farben sieht der aus. Nur viel sympathischer. Der sagt kein einziges Wort. Sitzt nur da, genießt die Sonne und faltet lieblich säuselnd seine Farben zusammen und wieder auseinander. Wie ein Fächer unschuldiger Eitelkeit. Wie ein Kind, das sich entdeckt. Bunt und klar. Wir reden nicht. Aber ich mag ihn irgendwie. Also falte ich auch ein bisschen die Farben, zumindest die, die ich kenne. Nur so! Als Gruß an den lieben Herrn Nachbarn. Doch da! Strahlend faltend und flatternd fliegt er davon. Nimmt mir mit einem Schlag seine gleißende Pracht. Wie gewonnen, so zerronnen! Auf Wiedersehen lieber Freund der Farben! Schade! Sein Schwinden blendet mich. Ich war ihm wohl zu laut?! Ich kenn das selbst! Also wer kann es ihm verdenken?

22. März 2009

Eis am Stiel

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Gerade bin ich zwischen verschiedenen philosophisch angehauchten Threads im Web hin und her gesprungen. Denken macht hungrig. Zeit für einen Mitternachtsnack. Kurz vom Rechner weg und Fernsehen an. Das was läuft ist nichts Besonderes, aber doch wenigstens erträglich witzig. Snack ist beendet. „Noch mal ein bisschen ins Web.“, denk ich noch so bei mir. Schnappe mir also Teller und Glas um beides in die Küche zu bringen. In Gedanken bin ich gerade bei Kybernetik Denken 2. Ordnung. Von Subjekten, die zu Objekten werden. Und geschlossenen Systemen, die von „beobachtet“ zu „beobachtend“ wechseln. Also ein Objekt, das Dich beobachtet, wahrend Du es wiederum beobachtest wie es dich beobachtet. In dem Moment ist der Film zu Ende und der Werbeblock setzt ein. Gedankenversunken und auf halbem Wege zur Küche hat es mich dann kalt erwischt.

Ich höre wie im Fernsehen animiert wird sich das neueste Handy-Abo runter zu laden. „Schnuffel“ das ebenso animierte wie quirlige Knuddel-Plüsch-Bärchen preist mit piepsiger Stimme eine virtuelle Blume für Dein Handydisplay an. Sie beginnt ihren Kopf hängen zu lassen, sobald der Akku des Handys aufgeladen werden muss.

AUTSCH! Kulturschock! Für einen Augenblick fürchte ich jeden Moment an einem Hirnschlag dahin zu scheiden. Quasi Cogitum Interruptum? Zur Veranschaulichung:

Man(n) stelle sich vor, gerade vollbringt eine wunderschöne Frau mit ihren Lippen ein echtes Meisterwerk in Deinem Schoß. Es braucht nur noch Nanosekunden bis es Dich förmlich zerreißt und Du Dich lustvoll in ihr ergießt. Und genau in dem Augenblick bekommst Du eine zackige Ladung Eis-Spray locker flockig auf Deine Fleischbällchen gesprüht.

Klar, was ich meine? Viel mit Denken war den Abend nicht mehr. Bei aller Liebe nicht.

21. März 2009

Social-Thriller

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Social Networks sind ein gefährliches Pflaster. Eines Samstag Morgens, ich war noch nicht ganz wach, weil ganz schrecklich unterkoffeiniert, erhielt ich eine Freundesanfrage (schon das Wort!) von einer weiblichen Person ohne Foto in ihrem Profil (dort! so horcht! der Ruf der Nachtigall!). Versuche die Vogelstimme mit der ersten Tasse Kaffee zu verjagen. “Ks! Ks! Wech! Kusch! Ba! Ks!  Ks!” *Blinzel* Was für’n renitentes Federvieh! Brauch wohl noch 'n Kaffee?

Aus dieser zeitlich ungünstig gelegten  Freundesanfrage ergab sich also folgende Korrespondenz, ich schrieb:

Hallo Diana
leise rieselt der Kalk....hilf mir mal bitte auf die sprünge...woher kennen wir uns?
Grüsse
Eric

*klick* versendet *blinzel* Mehr Kaffee! ”blinzel,blinzel,wart* Ah eine Antwort!

Guten morgen,du weißt bestimmt nicht wer ich bin ohne foto,grins...ich bin die freundin von ingo...

liebe grüße Diana

Ah, die Freundin von Ingo dachte ich. *blinzel, klimper, schiel* war wohl einfach immer noch nicht genug Kaffee vermutlich. Also erwiderte ich:

ich glaub dir mal einfach und nehm dich an
(ein meinem Grossmut :-) )

Aber ich muss zu meiner schande gestehen..ich habe echt nicht den leisesten dunst! Gib mal paar
tips. wann, wo, mit welchen leuten....FOTO :-)
Menschen und Namen vertragen sich nicht mit meinem
Gedächtnis....aber Frauen vergess ich gewöhnlich nicht
also nochmal....FOTOOOOO! ich nehm dich also dann mal als Freund an….bis denn

*klick* abgeschickt. *klick* Freundesanfrage bestätigt. Ich lehne mich in meinen Stuhl zurück. Allmählich annehmbar koffeiniert blickte ich apathisch auf den Monitor. *schau* Ah, und wieder eine Antwort:

ingo soll mal ein foto reinstellen...dein bruder weiß
wer ich bin frag ihn mal ob er die freundin von ingo
kennt ( habe lange blonde haare )wir kennen uns auch
von früher...ist ja auch nicht so wichig...wünsch dir
noch einen schönen tag..lg

Ich leerte meine Tasse, besorgte mir Nachschub und setzte mich langsam wieder an den Schreibtisch. Nahm einen Schluck vom Muckefuck und rekapitulierte. Was zum Teufel war das eben? Wer ist Diana? Wer ist Ingo? Aber die beste Frage von allen war doch die: Ich habe einen Bruder? (tatsächlich so geschehen)

18. März 2009

Amoklauf goes Wikipedia

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Eine Woche nach der Tat haben sich die Nachrichtenmedien (endlich) wieder Themen von Belang zugewandt. Die Tage an denen immer wieder die gleichen Bilder in scheinbar nicht enden wollenden Wiederholungen über den Ether gejagt wurden sind vorbei.

Das waren Nachrichteschleifen, die In ihrer Lächerlichkeit nur noch durch das Bemühen der Moderatoren übertroffen wurden, gezeigte Szenen bei jedem sich aufdrängenden Replay immer etwas abgewandelt , oder gar originell zu kommentieren.

Der „Amoklauf von Wennenden“ ist damit von einer schlichten Gewalttat zu einem Begriff für jene Zeitspanne geworden, in der wir immer und immer wieder mit  ein und derselben Nachricht penetriert wurden. Und dadurch zu einem Eintrag bei Wikipedia avanciert.

Was für eine Perversion der Zurschaustellung menschlichen Entsetzens!

Das nenne ich Infotainment 2.0!

Geh nie zum Wahn

Ein Dichter, der viel schrieb,
es Richtung Wahnsinn trieb.
Gleich was erlebt oder gemacht,
nie war es das was mal erdacht.
Mit Silben schien er virtuos.
Fielen förmlich in den Schoss.
Am Leben aber nicht vergnügt,
so sehr er auch darum bemüht.
Will nicht länger sich verletzten,
und selbst ein Lebensende setzen.
Just zum Mute hin geschleppt,
braucht für Gift er ein Rezept.
Falls er von einer Brücke springt,
die Höhe ihm nur Zittern bringt.
Als einen Baum endlich gefunden,
bekommt er Knoten nicht gebunden.
Eine Kugel hat ihn nie getroffen.
Er in Worten selig ist ersoffen.

12. März 2009

Klasse Lauf in Winnenden

amok

Amok (malaiisch: meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) ist eine psychische Extremsituation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist. (…) im Glossar kulturabhängiger Syndrome wird Amok als „eine dissoziative Episode, die durch eine Periode des Grübelns charakterisiert ist, auf die ein Ausbruch gewalttätigen, aggressiven oder menschengefährdenden Verhaltens folgt, das sich auf Personen und Objekte richtet“ definiert.

Der Mensch wie wir ihn zu kennen glauben existiert seit mehr als 300.000 Jahren. Seit dieser Zeit hat sich unsere gesamte DNA nicht die Spur verändert. Weder unser physisches Erscheinungsbild noch der Imperativ unseres sozialen Habitats. Abgesehen von Wissenschaft und technischen Gimmicks besteht seither unsere einzige evolutionäre Errungenschaft in der geradezu kühnen Annahme, wir hätten uns nennenswert (weiter-) entwickelt. Und so scheint, als läge unseren vermeidlichen kognitiven Fähigkeiten letztlich ein einziger Sinn zu Grunde. Der für Humor nämlich.

Gewiss haben wir seither eine gewisse Entwicklung durchlebt. Aber nicht wir als Wesen, sondern vielmehr die Zeit, die uns in ihr treiben lässt zeichnet dafür verantwortlich. Jeder Fortschritt in den vergangenen 300.000 Jahren war absolut logisch, kausal, und damit durch und durch unausweichlich. Das Universum braucht uns nicht. Für wen halten wir uns, wenn wir annehmen, dem wäre nicht so? Stets vergessen wir unseren Platz in diesem Universum. Unsere Existenz ist für die Welt ebenso entbehrlich, wie die Vorstellung genau dieser Wahrheit für uns schmerzhaft ist. Aber wir sind derart damit beschäftigt unsere eigenen evolutionären Gesetzmäßigkeiten zu schaffen, dass wir das Wesentliche vergessen haben:

Wir sind bloß Säuger, die auf zwei Beinen laufen, und sich durch abwechselnde Grunz- und Zischlaute mehr oder minder erfolgreich zu verständigen versuchen.

Am 11. März 2009 erschießt ein Jugendlicher einige Menschen.

Na und? Shit happens! Zugegeben, lecker Oralverkehr ist irgendwie erbaulicher als das. Aber aufwühlender als die Bluttat an sich, sind die Reaktionen darauf. Allem voran die Art der Berichterstattung. Sämtliche Medien sind voll von feinen Ideen politisch oppositioneller. Mit Scheisshausparolen von Stammtischgelehrten. Und nicht zuletzt von Milchmädcheninterviews mit Bildungsversehrten, deren Wissen um echte Tragödien lediglich aus jenem Dilemma besteht, dass es den angesagten Modefummel gerade nicht in ihrer Größe gibt. Machen wir uns doch nichts vor! Weder schärfere Waffengesetzte noch Kontrollen an Schulen werden Ereignisse dieser Art je verhindern können. Und die bösen, bösen Egoshooter sind ebenso wenig die Wurzel des Übels. Tatsächlich werden hier zwei voneinander völlig unabhängige Gehirnareale aktiviert. Neurologische Studien belegen das. Darüber hinaus sind sich Psychologen und Historiker darin einig, dass nicht die Häufigkeit oder die Brutalität solcher Taten zunimmt, sondern lediglich die Intensität der Berichterstattung. Die so entstehende Dynamik dieser weit greifenden Massenpanik richtet im Bewusstsein einer Gesellschaft letztlich größeren und langfristigeren Schaden an, als es ein fehlgeleiteter Amokläufer mit noch so lobenswertem Engagement jemals könnte.

Dennoch oder gerade deshalb werden immer wieder Ereignisse wie diese, scheinbar dankbar, zu einem Spielball medialer Konkurrenz pervertiert. Zu einem Aufhänger wahlkämpferischen Profilierens. Zu einem Casting für inszenierte Menschlichkeit. Zu einem Event. Zu Opium.