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29. Mai 2009

Stillbeben

Durchgekaut doch ausgespuckt.

Ein Haufen Menschenbrei bin ich.

Von Seelen geliebt.

Von Herzen verschmäht.

Denn meines scheint bloß Staffelei.

Für Bilder die sie mir malen,

und dankbar anderen widmen.

Es bleibt, was mal meine Seele war.

Übrigens, dort das Stillbeben, das ist sie.

21. Mai 2009

„C“ wie Caldera - Louis Caldera

airforceone_NYIm Tiefflug überflog am 27. April die Maschine des amerikanischen Präsidenten die Millionenmetropole am Hudson. In Panik versetzte Menschen und ein aufgebrachter New Yorker Bürgermeister waren die Folge.
(Post vom 28.04.09)

Logisch also, dass der „Ober-Menthos-Man“ unter Zugzwang geriet einen Schuldigen zu finden und zu richten. Zumal er als Präsident, wie alle anderen auch, erst durch die Medien von dem Fototermin erfuhr. So gibt es jedenfalls das Weiße Haus heraus.

Umgerechnet eine viertel Million Euro kostete der leicht verspätete Aprilscherz den amerikanischen Steuerzahlern. Und uns ja eigentlich auch, wenn man mal an der internationalen Nahrungskette genau herunter schaut.

Ergo eine echte internationale Investition dieses Shooting. Aber was soll der Mohr nun tun? Er brauch dringend einen Schafottanwärter für den Lausbubenstreich. Und Investitionen gehören schließlich bis auf Volkes Blut geschützt.

Also fix einen Blick in die Kontaktliste seines spionagesicheren Smart-Phones geworfen, und mal wacker ein Bauernopfer ersinnen.

„Hm… Tastensperre raus…. Kontakte.… A… B…. C… Caldera! Louis Caldera. Soll der doch gehen! Moment ich lösch ihn gleich mal aus meiner Buddy liste!“

Louis CalderaSelbstredend ist Louis Caldera, bis dahin seines Zeichens Militärberater Obamas, daraufhin umgehend „zurückgetreten worden“. Das arme Schwein! Schließlich sprechen wir hier über Amerika. Das La-La-Land. Sicher wusste Caldera selbst als vermeidlicher Militärberater nicht die Bohne von dem Termin. Dem Shooting, das dem Pentagon schöne PR-Fotos der Präsidentenmaschine bescheren sollte.

Fotos, die nebenbei bemerkt, mit Photoshop besser geworden wären. (siehe/Klicke oben) Den New Yorkern wäre dann zumindest der eine oder andere Angstfleck in ihrer Unterwäsche erspart geblieben. Aber was soll’s? Die ollen Schlüpper kann man ja waschen, oder nicht?

Und noch einmal: „Yes we can!“

Quelle: Bild.de (ja sorry, aber gab sonst nirgends ein clip dazu)

64 Jahre später, und kein bißchen…

gefunden auf http://swiss-lupe.blogspot.com/

Peter Parkers Erzrivale: The horny squirrel

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Lokaler „Cyber Coitus interruptus“

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Inzwischen habe ich mir einen Überblick über die derzeit vertretenen Social Networks im Web machen können. MySpace bietet die Möglichkeit mit geringem Aufwand ein grafisch ansprechendes Profil zu gestalten. Bei wer-kennt-wen.de kann man herrlich stöbern und findet Hinz und Kunz. Zum „Wiederfinden“ eine schöne Sache.

Facebook ist von der Idee, die dahinter steht am ansprechendsten: Ein Nachrichtenkanal der chronologisch die Aktivitäten Deiner Freunde sammelt und als Feed darstellt. Hier werden beispielsweise Uploads zu Photbucket, Flickr oder YouTube angezeigt. Dank einer Pinnwandfunktion kann man dort Links, Mediadateien und Notizen posten. Diese kann man dann mit Freunden teilen. Außerdem werden Twitter Aktualisierungen als Status eingelesen. Und der letzte Post bei Blogger oder Wordpress wird auch gleich mit in den Feed aufgenommen. Und das alles ohne dass man ständig dort eingeloggt sein muß. Markiert man beispielsweise bei YouTube einen Favoriten oder setzt bei Delicious ein Bookmark, wird dies im gleichen Augenblick dem Facebookfeed hinzugefügt, gleich ob man dort aktuell eingeloggt ist oder nicht.

Schön ist auch die Funktion, dass jeder die Möglichkeit hat die Aktivitäten und Posts seiner Freunde zu kommentieren. Eine angenehme Art des Austauschs. Leider ist Facebook noch immer überwiegend in den Staaten populär. Die Leute, die man bei uns zusammen bekommt reichen leider nicht um von einem Netzwerk zu reden.

So könnte man noch länger auflisten. Ausprobiert hab ich im Vorfeld alle gängigen Plattformen. So auch die Lokalisten. Inzwischen handelt es sich bei meinem Profil dort eher um einelokalisten02 Account-Leiche. Aber gelegentlich loggt man sich mal ein und sieht nach dem Rechten. Und siehe da, mittlerweile haben also auch die Lokalisten die Funktion „letzter Besucher“ für sich entdeckt. Schön denke ich noch so. Doch dann…

Administratoren sind ja so gemein!

17. Mai 2009

Versteckte Satire-Schätze im Web

710px-Titanic-Logo.svgDie sicher nützlichste Errungenschaft im Infodschungel des Webs sind die sogenannten Feeds. Informationskanäle, die den Anwender über neue Beiträge und Änderungen einer abonnierten Webseite informiert, ohne dass dieser ständig die Seite auf Neuigkeiten überprüfen muss. Die jeweils neuesten Beiträge und Artikel (z.B. von Nachrichtenportalen) werden so von einem zuvor installierten Programm, oder auf entsprechend konzipierten Web-Plattformen gelesen. So dass man seine Nachrichten selbst zusammenstellen, und auf die eigenen Ansprüche abstimmen kann. Eine echte Erleichterung bei der enormen Informationsflut, die im Web herrscht. Inzwischen ist auch das Satire-Magazin „Titanic“ an diesem Punkt angelangt. Auch sie bieten nun einen News-Feed an. Feeds sind im Grunde nichts weiter als Links. Allerdings haben sie eine Dateiendung, die sie als Feed charakterisiert. Bei Titanic ist es die Endung „.rss“.

Der eigentliche Webauftritt von Titanic ist eher sparsam bis schenkenswert. Übertroffen haben sie sich hingegen mit dem vollständigen Feednamen, den man jedoch als Normalanwender für gewöhnlich nicht in ausgeschriebener Form zu sehen bekommt. Doch bei genauem Hinsehen…

http://www.titanic-magazin.de/ich.war.bei.der.waffen.rss

 

14. Mai 2009

Stiller Abgang

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Da stehe ich nun. Nachdenklich und nass bis auf die Knochen. Nur einen Augenschlag entfernt von dieser undurchsichtigen Fremden. Sie wirkt so abwesend. Ich schaue am Seeufer des Parks dem Nachwuchs der Kanadagänse zu, und lamentiere über mein Leben. Ich könnte schwören, ich kann noch immer den Regen auf ihren Schirm prasseln hören.

Ein Gewitter zieht auf. Am Horizont zuckt ein Blitz. Wenige Augenblicke später hört man den Ohrenbetäubenden Lärm des Donners. Ich spüre den Knall bis in den Magen. Die Gänse und Enten flattern aufgeschreckt über die Wasseroberfläche.

Ich sehe mich um. Wo ist sie? Gerade noch standen wir hier und ordneten unsere Gedanken. Atmeten durch. Brachten uns in die Welt zurück. Das Gewitter kommt näher und es strömt nun wie aus Eimern. Warum, war ich hierhingekommen? Eine klaren Kopf wollte ich finden, und fand doch, was ihn vernebelt. Ich schlage meine Kapuze nach hinten und sehe hoch in den Himmel. Den milden Regen auf meinem Gesicht.

Erstaunlich, dass man derart berührt werden kann. Von Begegnungen, die doch keine zu sein scheinen. Von Fremden, die man doch zu kennen glaubt. Und von Widersprüchen, die man so nie schätzen können wird.

13. Mai 2009

Menstruierende schänden deutsche Sprache

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Männer führen Kriege. Männer freuen sich kindisch über Magenwinde. Gleich welchen Weg diese sich bahnen. Für Männer sind ihre Spritzer auf der Klobrille ein Zeichen für Respekt und Sympathie. Männer nicken um ihre Ruhe, und lügen um ihren Raum zu haben. Kaum ein anderes Wesen ist derart mit Unzulänglichkeiten gestraft wie wir.

Aber, Gott sei’s getrommelt, immerhin menstruieren wir nicht. Und genau darin sehe ich den Grund dafür, dass kein Mann jemals auf die Idee käme, die Anzahl weiblicher und männlicher Artikel innerhalb der eigenen Sprache zu vergleichen. Oder zu unterstellen es hieße „DER Sieg“ weil den Frauen einfach nicht genug vertraut und zugemutet wird. Die scheinen tatsächlich zu glauben, unsere Vorfahren hätten sich irgendwann mal zusammen gesetzt um Syntax und Vokabular möglichst frauenfeindlich zu gestalten. Die Sprache als Instrument des bösen, bösen Patriachats? Hat man Töne?

Die Debatte, diese sogenannte, ist nicht neu. Bereits seit Jahren kämpfen militante Emanzen für die Erneuerung der deutschen Sprache. Dahingehend nämlich ein quantitatives Gleichgewicht von maskulinen und femininen Nomen zu schaffen.

Man(n) nimmt dies Stirnschlagend zur Kenntnis, besinnt sich kurz auf Umstände wie beispielsweise das prämenstruale Syndrom, und beginnt zu begreifen. Lächelt ebenso liebe- wie verständnisvoll, und widmet sich ergo wieder der Jagd von Säbelzahntigern. Schließlich sind wir Männer primitiv aber lernfähig. Und wenn wir etwas gelernt haben, dann dass man ganz allgemein, aber in gewissen Zeiten insbesondere, niemals einer Dame widersprechen sollte, die sich gerade selbst nicht ausstehen kann. Also besser nach der Keule greifen, sich umdrehen und Fäuste ballend die Höhle verlassen. „Was ist dagegen schon ein Säbelzahntiger?“

Perfekt ist niemand von uns. Darum akzeptiert man solche Launen als Teil des Ganzen. Nämlich als eine Seite jenes Wesens, das uns vervollständigt. Und dem wir dafür unglaublich dankbar sind. Keine Ironie…ganz ehrlich, Mädels: Ihr seid wundervoll! Ja, bis…

Gestern fügte ich für alle Fälle meinen Webseiten einen Link zum sogenannten Haftungsausschluss zu. Ein juristischer Text der Dinge wie Copyright und die Verantwortlichkeit der online gestellten Inhalte regeln soll. Ich las ihn vollständig durch, und scrollte ganz bis zum Ende der Seite. Blickte auf die Fußzeile, und las als allerletzten Satz:

„Obwohl aus Gründen der Lesbarkeit im Text die männliche Form gewählt wurde beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.“

Kein Joke! hier der Link

Das habt Ihr immerhin erreicht. “DER Internetnutzer” trifft als Terminus demnach juristisch nicht mehr auf Euch zu. Glückwunsch! Ich stelle mir eine Gerichtsverhandlung vor. Strafsache: Online-Betrug. Angeklagt ist eine “Dame”, die ebenso gelangweilt wie genervt im Zeugenstand vernommen wird. Sie zupft an ihren Nylons, und sieht dem Richter tief in die Augen. Richtet sich kaugummikauend mit einem Ruck den Busen zurecht, und sagt schmatzend:

“Aber Euer Ehren” Augenaufschlag und Unterlippe nach vorn

”ich bin doch gar kein Nutzer” immer noch ne Schnute

”Ich bin doch eine NutzerIN” zwinker, schmatz, Busenrück, Freispruch

Ein Etappensieg? Oder die hohe Kunst, Lächerlichkeit völlig neu zu definieren? Werft mal einen Blick in Euren Kalender. Sucht Euch einen „guten“ Tag aus und tragt den Termin ordentlich ein. Wenn der Tag dann gekommen ist denkt doch mal in aller Ruhe darüber nach, warum es „die“ Vernunft heißen könnte. Und dann besinnt Euch bitte darauf!

Die 80er Jahre - What the fuck?

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9. Mai 2009

Vom Suchen und Finden

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Ein milder, verregneter Nachmittag im Mai. Ich schlage meine Kapuze über und ziehe die Tür hinter mir zu. Ein paar Schritte an der frischen Luft machen den Kopf frei.

Ich schlendere etwas vor mich hin. Ich muss mich erden. Mich einige Momente lang suchen und sammeln.

Im nahe gelegenen Park haben dieses Jahr die Kanadagänse Nachwuchs. Das wird mich auf andere Gedanken bringen.

Ist nicht weit. Schön ruhig ist’s hier. Sicher wird außer mir niemand so dumm sein bei dem Wetter eine Runde durch den Park zu drehen. Ideale Voraussetzungen um ans Denken zu kommen.

Verdammt, wo ist die Zeit geblieben? Noch gestern glaubte ich, heute würde alles gut. Teufel auch! Das war nicht gestern sondern vor 15 Jahren! Was stimmt mit jemandem nicht, der mit Mitte Dreißig immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist? Die ständigen Mitleidsbekundungen in Form von Einladungen im Kreise der Freunde und ihren Familien kann auf Dauer ganz schön ermüdend sein.

Ich bleibe am Seeufer stehen und lasse den Blick über die vom Regen gebrochene Wasseroberfläche wandern. Ich atme tief ein. Und da sind auch die Kanadagänse mit ihren Kleinen. Sind hübsch anzusehen.

Während ich meinen Augen Auslauf gewähre, im Augenwinkel eine Gestalt. Eine Frau. Die muss verrückt sein, bei dem Wetter den Gänsen zuzusehen. Denk ich so. Ich beginne sie zu beobachten. Sie wirkt nachdenklich. Was mag das für ein Mensch sein? Was für ein Leben führt sie? Wieso in drei Teufels Namen steht sie hier allein? Ich kann hören wie der Regen auf ihren Schirm prasselt und ziehe meine Kapuze zurecht. Sie steht einfach nur da. Komisch. Je länger ich sie ansehe, desto mehr beginne ich sie zu mögen. Ich versuche mir vorzustellen, wer sie ist.

Ich weiß nicht wie sie klingt, aber ich mag ihre Stimme. Ich kann ihr Lächeln von hier nicht erkennen, doch ihr Lachen würd’ ich sicher lieben. Mir läuft der Regen durch die Kapuze und den Rücken runter.

Man sucht sich selbst…und findet etwas ganz anderes.

Beim ersten mal tut’s…

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klicke auf das Bild für Einzelheiten

8. Mai 2009

Das wurde aber auch Zeit!

Berlin – Bund metrosexueller Frauen soll ins Leben gerufen werden. Kanzlerin übernimmt die Schirmherrschaft.

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…möcht’ man meinen. Bei dem Bild!?

Gunther von Hagens - Leichen beim Sex

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(Quelle: Express.de)

Berlin - Eklig oder wissenschaftlich korrekt? Gunther von Hagens (64), genannt Dr. Tod, ist der Meister-Plastinator Deutschlands. Jetzt scheint er ein letztes Tabu gebrochen zu haben. In seiner neuen Körperwelten-Ausstellung im Postbahnhof am Ostbahnhof in Berlin zeigt er zwei Leichen beim Sex!

"Unsere Ausstellung in Berlin heißt 'Der Zyklus des Lebens'. Wir zeigen jetzt alles, von der Zeugung bis zum Tod", so von Hagens. "Tod und Sex sind beides Tabuthemen. Ich bringe sie zusammen. Der Tod gehört zum Leben. Und ohne Sex entsteht kein Leben!"

Ist das Leichenschändung? Nein, sagt der Plastinator. "Im Körperspender-Formular haben sich zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen dazu bereit 1588745051_2erklärt, dass ihre Körper für die Darstellung des sexuellen Akts verwendet werden dürfen."

Allerdings kannten sich die beiden, die nun zusammen Sex haben, zu Lebzeiten nicht. Wer sie sind, ist geheim. Mit 200 Kilo Silikon wurden sie in 4000 Arbeitsstunden plastiniert.

7. Mai 2009

Zensur im Web – DIE ERSTE

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Seit einiger Zeit hoste ich meine verlinkten Bilddateien bei photobucket.com.

Der Sitz des Unternehmens ist bei den Bekloppten überm großen Teich. Also war ich, obgleich verärgert, wenig überrascht wenn der Verein Bilder löschte, die ihrem Ermessen nach anstößig wären. Sogar dass dies bereits ein einzelner, ästhetisch fotografierter Busen sein kann, war für mich angesichts dessen nicht scthe-best-tattoo-everhwer hinzunehmen.

Doch heute hat sich photobucket selbst übertroffen: Dieses Foto hatte ich meinem besten Freund und Tätowierer auf sein MySpace-Profil gepostet. Noch am gleichen Abend verschwand es in den virtuellen Tiefen moralisch inspirierter Körperöffnungen.

Die Spinnen die Amis!