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15. Oktober 2013

Von Guten Reichen und Dritten Menschen

Prolog

Es ist nicht schwer sich über die Zeit, in der man gerade lebt, zu beklagen. Darin sind sich sämtliche Menschheitsepochen gleich. Seit der Mensch in den Genuß und die Verlegenheit kam über das Leben zu lamentieren, tut er dies mit der kühnen Überzeugung, dass diese, seine Überzeugung nämlich, die Richtige sei. Und um Richtig und Falsch besser unterscheiden zu können, begann der frühe Höhlenmensch damit die tollsten Unterschiede zu entdecken. Farben, Formen und Klänge in den aufregendsten Varianten. Die Welt ist voll davon. Man muss nur hinschauen. Irgendwann lief der Höhlenmenschenfamilie während eines Sonntagnachmittagspaziergangs eine andere Höhlenmenschenfamilie unerwartet über den vorzeitlichen Weg. Die rochen anders. Grunzten anders, und sahen anders aus.

Plötzlich reichten Farben und Formen nicht mehr aus um dem Untermenschlichen Hirn die so dringend benötigten Unterscheidungen zu liefern. Und so erfand jene Höhlnemenschenfamilie, die damals erstmals in eine andere Höhlenmenschenfamilie hinein gelaufen war, die doch recht hilfreiche Unterscheidung nach Rassen. Und seither unterschieden wir nach Farbe, Form, Klang und...richtig...Rasse. Klingt komisch, ist aber so. PENG!

Doch nach 1945 hatten die Höhlenmenschen dann eine neue tolle Idee. Ab sofort wird nicht mehr nach Rasse unterschieden. Befehl von oben, weitersagen!

Wie kam es dazu?

Es war im Dickicht des Artoiswaldes...
Tief im Gehölz, auf blutgetränktem Boden,
Lag hingestreckt ein wunder deutscher Krieger
Und seine Rufe gellten in der Nacht.
Umsonst... Kein Echo tönte seinem Weckruf...
Sollte er verbluten frei gleich einem Wild,
Das waidwund in der Einsamkeit verreckt?


Da plötzlich...
Schwere Schritte nah‘n von rechts.
Er hört es, wie sie in den Waldboden stampfen...
Und neues Hoffen keimt ihm aus der Seele.
Und jetzt von links...
Und jetzt von beiden Seiten...

Zwei Männer nahen seinem Schmerzenslager
Ein Deutscher ist‘s und ein Franzos.
Und beide betrachten sich mit argwohnscharfem Blick
Und halten drohend das Gewehr im Anschlag.
Der deutsche Krieger fragt:
„Was tuest du hier?“
„Mich hat des Ärmsten Hilferuf getroffen.“
„Es ist dein Feind!“
„Es ist ein Mensch, der leidet!“

Und beide senken wortlos das Gewehr.
Dann flochten sie die Hände ineinander
Und hoben sorglich mit gestrammten Muskeln
Den wunden Krieger, wie auf eine Bahre.
Und trugen ihn selbander durch den Wald,
Bis sie zur deutschen Postenkette kamen.
„Nun ist‘s geschehen. Hier wird ihm treue Hut.“
Und der Franzose wendet sich waldeinwärts.
Der Deutsche aber greift nach seiner Hand,
Blickt ihm bewegt in sorgentrübe Augen
Und sagt zu ihm mit ahnungsschwerem Ernst:

„Ich weiß nicht, was das Schicksal uns bestimmt,
Das unerforschlich in den Sternen waltet.
Vielleicht fall ich, ein Opfer deiner Kugel.
Vielleicht streckt dich meine in den Sand —
Denn wahllos ist das Ungefähr der Schlachten,
Doch wie‘s auch sei und was auch kommen mag:
Wir leben nur den geweihten Stunden,
Da sich im Menschen hat der Mensch gefunden...
Und nun leb‘ wohl! Und Gott geleite dich!“


Nach einer wahren Begebenheit in Flandern/Artois im Frühjahr 1916. Geschrieben und gezeichnet von einem jungen Schöngeist und Künstler während seines Aufenthalts an der Westfront des ersten Weltkrieges.

Nur knapp ein viertel Jahrhundert nach den Erlebnissen dieses jungen Soldaten hatte sich der Höhlenmensch in einem zweiten Weltkrieg dermaßen mit seiner Unterscheiderei übernommen, daß man danach das Prinzip „Rasse“ kurzerhand abschaffte um Dinge künftig zu vereinfachen. Spoileralarm: Hat nicht funktioniert! Aber das ist ein anderes Thema. Anstelle des Höhlenmenschen, der wie es jeder vernünftige Höhlnemensch tut, nach Farbe, Form und Rasse unterschied, trat jedenfalls der Gutmensch. Und damit dieser sich widerum künftig besser von den Höhlenmenschen unterscheiden ließe, nannte er sich fortan selbst „moderner Mensch“.

Seither hat sich der moderne Mensch zu einer echten Plage gemausert. Sitzstreiks, Lichterketten, political Correctness Rülps. Um nur einige Unarten zu nennen. Aber das mit Abstand Schlimmste ist die rosa Sperrholzbrille durch die der moderne Höhlenmensch wirklich alles und jeden zu maßregeln sucht. Der Zeigefinger des modernen Menschen kennt nur zwei Zustände: entweder mahnend in der Luft oder entspannt im eigenen After. Diese äußerst ungesunde Körperhaltung führt jedoch dazu, daß der Mensch jede Fähigkeit zur Argumentation nachhaltig zu verlieren scheint. Und Dialoge nur noch des Dialogs wegen führt.

Doch wer heute nicht gelassen über das Dritte Reich und die geschichtlichen Zusammenhänge sprechen kann, OHNE die Idee(n) dahinter kategorisch abzulehnen und moralisch zu verurteilen, kann weder das Wesen der Geschichte, noch das der Menschen jeweiliger Epochen auch nur ansatzweise begreifen.

Seit Tausenden von Jahren beweist die Geschichte immer und immer wieder: Der gemeine Gutmensch ist gefährlicher als es jeder Radikal-Gesinnte jemals sein könnte. Denn der Gutmensch lässt sich ethisch dahintreiben. Und verurteilt immer nur das was ihm zuvor vom aktuellen öffentlichen Wertesystem als böse definiert worden ist. Das kann einem gefallen oder nicht. Aber so funktioniert nun mal der Mensch als Masse, ebenso wie das Volk als soziologischer Organismus funktioniert. Und zwar völlig unabhängig vom individuellen Bildungsstand oder den Wertevorstellungen des Einzelnen.

Das Krebsgeschwür, das diesen Organismus befällt ist bereits erwähnter Gutmensch. Er verdreht und vergisst Fakten, vergisst aber nie Fakten zu verdrehen. Dieses bösartige Geschwür breitet sich furchtbar schnell aus, und hält geradezu religiös an der lustigen Idee des freien Willens fest. Wenn er nicht so gefährlich wäre, könnte man den Gutmenschen glatt drollig finden. Fairerweise sei erwähnt, dass der Gutmensch keine Erfindung unserer Zeit ist. Die sich politisch maßlos überschätzende Generation der 68er hat diese Form der ethischen Unzurechnungsfähigkeit erst so richtig salonfähig gemacht. Das politische und moralische Maß für alles und jeden anhand einer jungen (meist akademischen) Generation auszurichten nämlich. Mit dem Resultat, dass heute Millionen von im gleichen Maße behüteten wie weltfremden Naivlingen aus gutem Hause der Masse des Proletariats diktiert was moralisch, und was kollektiv zu verurteilen sei.
  • Du bist NICHT mit aller Inbrunst GEGEN rechts? NAZI!
  • Du willst rechten Parteien die Präsenz auf sozialen Netzwerken wie Facebook NICHT verwehren? NAZI!
  • Du würdest Kinderficker NICHT öffentlich steinigen oder wenigstens demütigen? NAZI!
  • Du willst KEIN Tofu fressen oder Sojamilch saufen? NAZI!
  • Du willst Dich NICHT im Regen mit uns in eine Lichterkette stellen, weil auf einem anderen Kontinent ein schreckliches Unglück oder Unrecht geschehen ist? NAZI!
  • Du hältst es für UNREALISTISCH in einer Welt zu leben, in der jeder studiert. Jeder kostenlose medizinische Versorgung erhält. Jeder satt wird. Sich alle lieb haben. Blah blah blah. NAZI!
Ich bin nicht rechts. Aber leider kann ich auch nicht wirklich behaupten dass von links weniger Mist kommen würde. Im Gegenteil. Lassen wir die Verfänglichkeit der politischen Begriffe rechts und links mal außen vor, und konzentrieren uns auf die offensichtliche Demografie beider Strömungen. Während sich rechts 65 % mäßig gebildetes Proletariat, 25% idealistisch Versehrte und 10% gut Gebildete mit soziopathischen Tendenzen ein Stelldichein geben, rottet sich auf der anderen Seite ein viel erschreckenderer Haufen zusammen. Links sind es zwar nur um die 45% der unteren Bildungsschicht aber dafür 15% fanatische Gutmenschen mit Sperrholz-Brillen, 5% clevere Geschäftsleute und 35% die gerade nichts Besseres vorhatten.

Täglich und weltweit laufen geschichtliche Dokumentation im TV. Gefühlte vier Fünftel dieser Sendungen behandeln den Nationalsozialismus und die retroperspektivische Milchmädchen-Frage wie es „nur dazu“ kommen konnte. Wenn man aufgehört hat bei jedem vergasten Juden und jedem erschossenen Soldaten zusammen zu zucken, weil es ja zum guten Ton gehört. Und sich von der infantilen Vorstellung befreit hat, man könne das Leben und die Geschehnisse in ihm nach schwarz und weiß unterscheiden, erst dann darf man sich überhaupt zu so komplexen Gebilden wie Geschichte eine Meinung bilden. Aber wer will das schon? Nach acht Stunden Baustelle oder Altenpflege hätte ich auch keine Lust mehr mir aufwendig eine differenzierte Meinung zu bilden. Da ist es naheliegend einfach mit den anderen Schafen mitzublöken. Was noch zu verzeihen wäre, würden die Blök-angebenden Schafe nicht immer unmündiger. Und damit umso unfähiger Grautöne zu erkennen.

Ein Beispiel: eingangs zitierte Zeilen nebst Illustration stammen aus der Feder unseres ehemaligen Führers. Der Schöngeist und Künstler, der so einfühlsam zu Schaffen verstand war Adolf Hitler. Ein Mensch, den man doch sonst nur mit Zerstörung in Verbindung bringt. Weil man's ja so gelernt hat. So viel zu schwarz und weiß.

Erst wenn man um die Mär von gut und böse weiß, dann, und nur dann, kommt man vielleicht zu einem Arschloch... äh zu einer Meinung, die über das moralische Verständnis der Sesamstraße hinaus geht. Was der moderne Mensch in den letzten 70 Jahren zustande gebracht hat, ist eine kollektive und unumkehrbare moralische Verdummung der Massen. Eine brutale Anal-Vergewaltigung der Aufklärung. Letztlich initiiert und angestoßen von einer akademischen wie pubertierenden Elite mit ungarischen ...äh ungaren, fanatisch guten Absichten. Aber dafür ohne jeden Sinn für Konsequenz oder gar Selbstkritik.

Altkanzler Helmut Schmidt kritisierte bereits den übertriebenen Intelektualismus der Gutmenschen seiner Zeit. Bei den Achtundsechzigern bemerkete Schmidt eine "Elitäre Arroganz, die genauso gut von Rechtsaußen kommen könnte. Dieses Elitebewusstsein, alles, aber auch alles besser zu wissen - als die dummen Arbeiter, die dummen Angestellten, die dummen Politiker, die dummen Professoren."

In diesem Sinne, an alle Gutmenschen da draußen, Heil Hitler!*

*prähistorische deutsche Grußform